Wandbild in Chemnitz übermalt
Mit der 4. ksa haben Felix Menzel, Götz Kubitschek und ein halbes Dutzend Mitstreiter versucht, die Übermalung des Wandbilds von Benjamin Jahn Zschocke in der Berufsbildenden Schule (Lutherstraße) zu verhindern.
Sie verbarrikadierten sich in der Mensa, verstellten das Bild mit Tischen und Stühlen und forderten eine Entscheidung des Stadt gegen die Entfernung des Bilds. Die Pollizei stürmte den Raum und führte die Aktivisten in Handschellen ab.
Das Bild ist mittlerweile übermalt. Berichte:
Der Beginn
Die 4. KSA
Der Künstler selbst
Wozu Chemnitz?
Am 29. April wurde die Aktion fortgesetzt:
Berichte:
Sezession
Blaue Narzisse
21. April 2009 um 17:52
Irgendwie interessiert das niemanden, Jungs!
25. April 2009 um 20:50
Irgendwie interessiert das niemanden? - Ja: IRGENDWIE. Darüber, über den subjektiven Eindruck eines gesamtgesellschaftlichen Desinteresses an der neuerlichen Aktion der KSA sollte man einmal nachdenken.
Man muss doch dem “Irgendwie” auf den Grund gehen.
Es ist ja eine doch sehr oberflächliche Wahrnehmung der KSA und der dahinter stehenden Netzwerkarbeit, wenn man meint, dass die Reflexion und Kommentierung auf dieser Internetplattform einen realistischen Niederschlag des Ausmaßes der konservativen Kräfte der Gesellschaft darstellen könnte.
Das Interesse am Fortbestand der KSA, die Kommunikation innerhalb konservativer Kreise und auch die Dialoge mit politischen Gegnern zum Zwecke einer Enttabuisierung konservativer Positionen zeigt sich nicht unbedingt oder nur partiell im Internet - Netzwerke existieren auch anderweitig. (Gerade die zahlreichen - sprachlich meist hochgestochenen - Stellungnahmen der Konservativen in der “Sezession im Netz” (siehe Internetpräsenz) zeigen, dass die “Macher” der KSA nicht primär oder nicht ausschließlich die Internetkommunikation via Blog und Kommentar für einen gangbaren Weg zur Erneuerung konservativer Positionen halten. Dies hat theorieinterne Gründe: Konservatismus wehrt sich eben gegen die Häppchen- und Ein-Satz-Beiträge in Webblogs, sucht nach Intensivierung der Kommunikation von Angesicht zu Angesicht, der lyrischen Verdichtung der Daseinserfahrung, der Wiederholung, Aneignung und Anverwandlung des Prototypischen, der Einübung der Preisgabe des eigenen Lebens durch stetes Wachhalten von Evidenzen.)
Die Internetpräsenz ist doch nur Spitze eines Eisberges. Der wirkliche Eisberg, mit sicher bedauerlicherweise schmelzenden Rändern, ist hier - an diesem Ort - nur in geringem Maße erkennbar.
Sicher, die KSA ist eine Minderheit, die Konservativen oder Rechten, die sich nicht oder nicht mehr von der CDU vertreten fühlen, bilden eine Minorität. Aber soll das bedeuten, dass man die eigenen Überzeugungen preisgeben muss, weil sich “irgendwie niemand dafür interessiert”?
Die Mehrheit ist nicht die Wahrheit. Mehrheiten können sich irren und haben sich - wie die Geschichte zeigt - oft geirrt.
Unsinn, Unvernünftiges und Falsches findet sich auch im lokalen Umfeld - z.B. in Chemnitz, nicht nur auf Landes-, Bundes-, EU- und internationaler Ebene. Man muss lokal anfangen, wenn man etwas erreichen will. Die Unvernunft ist in jedweder Gestalt abzuwehren, ohne Ausnahme.
Freilich kann man müde werden, wenn man kaum Erfolge sieht. Freilich ist die Mehrheitsmeinung eine permanente Herausforderung. Soziale Exklusion droht allzu offensichtlich den “Menschewiki” auch heute …
Wenn man auf gewisse Vokabeln, die tabuisiert sind, verzichtet, dann kommt man sogar zum Konsens mit politischen Gegnern. In Anlehnung an die Entlarvung des Worttabus “Macht” durch Arnold Gehlen möchte ich sagen, dass ich sehr viel in Sachen Ausbreitung konservativer Positionen - unter Arbeitskollegen, Freunden, Bekannten - dann erreiche, wenn ich Termini wie RECHTS oder KONSERVATIV gar nicht verwende (auch wenn ich sie gern verwenden möchte).
Ich belasse es an dieser Stelle bei einigen Anmerkungen, die sicher nicht “zu Ende” gedacht sind und der neuerlichen kritischen Reflexion bedürfen.
01. Mai 2009 um 22:53
Mich interessiert es schon! Klasse Aktion, reißt den Linksnazis die gutmenschlichen Masken von ihren Fratzen!
03. Mai 2009 um 15:51
Ihr braucht unbedingt ein Spendenkonto - und auch eine Möglichkeit UNGEBETENE UND ANONYME Spenden euch zukommen zu lassen.
(Es geht ja auch ein zehn-Euro-Schein im Briefumschlag…)
Also: Macht mal eine Adresse/Kontonummer klar!
Grüße
und
WEITERMACHEN mit euren SUPER-Aktionen!