Dieser Artikel wurde am Sonntag, 31. August 2008 um 20:46 veröffentlicht und ist abgelegt unter Hamburg, 31. August. Du kannst die Antworten zu diesem Artikel mit Hilfe des RSS 2.0 Feeds verfolgen.
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17 Antworten zu “Die ersten Zeitungen berichten über die Grass-Aktion”
Es hat den richtigen getroffen. In Bezug auf den Comic wäre jetzt von Weizsäcker als nächstes dran. Beide praktizieren seit Jahrzehnten eine “Vergangenheitsbewältigung” auf Kosten des deutschen Volkes.
Herzlichen Glückwunsch! Weiter so! Grass hat es verdient. Er ist keine moralische Instanz, war es noch nie. Es ist richtig, ihn auf ein Normalmaß zurechtzustutzen. Er war letztlich immer nur Profiteur des Zeitgeistes, der ohne diesen niemals die Wahrnehmungsschwelle überschritten hätte.
Es mag auf den ersten Blick pathetisch wirken, an diesem “Zeigefinger” die noch kaum verwachsenen Narben des Sommers 2006 auszuleuchten.
In Betrachtung der Tragweite und der unwiedersprochenen Dreistigkeit, mit der Grass aber ein halbes Jahrhundert lang maßgeblich an der Schaffung des linkskonformistischen Klimas der heutigen Bundesrepublik mitzimmerte, lässt sich feststellen, dass diese Aktion die fehlende Legitimation vieler unausgesprochener gesellschaftlich-publizistischer Todesurteile im bundesdeutschen Literatur-, Kultur- und Politikbetrieb bloßstellt und durch eine weitere Unterstreichung sichtbarer und auffälliger macht.
Sie ist daher richtig.
Sie trifft diesen Scheinmoralisten unerwartet und zeigt ihm, daß er nicht alle an der Nase herumführen kann.
Es ist im übrigen bedauerlich, daß diejenigen Autoren, welche sich um Versöhnung der Generationen und das Herausstellen der Vielschichtigkeit der Biographien bemühten, zum größten Teil nicht mehr auf Erden weilen.
Beispielsweise der hervorragende Kurt Ziesel, der die pseudomoralische linksliberale Überheblichkeit, in deren Dunstkreis Grass dann auch stieß, bereits in den 50er (!) Jahren in seinen Büchern angegriffen hat und dafür auch manche Verleumdung hinnehmen mußte.
Aber es ist nun einmal Tatsache: viele der maßgeblichen Instanzen der Nachkriegszeit waren umerzogene NS-Mitläufer, wie bspw. Henri Nannen, die vor 1945 das geschrieben hatten, was dem Propagandaministerium gefiel, und nach 1945 dann schrieben, was den Besatzern, den Remigranten und anderen Leuchten des Fortschritts genehm war.
Das heißt: auf aufrechten Männern wie Kolbenheyer, Grimm, oder Ziesel selbst wurde wegen ihrer zeitweiligen - echten - Nähe zum Nationalsozialismus, die sie aber überwunden hatten, herumgehackt.
Grass ist dann wohl auch dahinein gerutscht.
Sowohl die umgebogenen NS-Mitläufer als auch Einige unter denen, die wie Grass verständlicherweise - und genau das ist es ja, was heute verschwiegen wird - nach Kriegsende vor den Trümmern ihres jungen Lebens standen, sind schließlich mitverantwortlich für die 68er-Revolte.
Die Geschichte mit Weizsäcker im Comic werden aber gewiss nur Eingeweihte verstehen. Die letzte Comic-Seite, wo noch mal “die Moral von der Geschicht” zusammengefasst wird, gefällt mir nicht. Wer auf die besagte Moral nicht von selbst gekommen ist, der wird sie sich auch von zwei Comic-Jugendlichen nicht sagen lassen.
Ich denke, Rudolf, der Comic ist keine Aufklärungsschrift, sondern eine wirkliche fantasievolle Unterstützung der Aktion. Diejenigen, die im Publikum saßen (siehe zdf-Mitschnitt), werden die Geschichte mit Weizsäcker schon verstehen. Und die Jugendlichen auf der letzten Seite verdeutlichen nur nochmal Kubitscheks Wort, dass Grass keine moralische Instanz für die Enkelgeneration ist. -
Im Grunde genommen müsste Grass anhand des Comics sehen, dass sich die ksa mit ihm ehrlich auseinandersetzt, und - statt zu schweigen - hier das Gespräch suchen!
Thema “Realitätsverweigerer” und “Nebelkerzenprosa”: im Artikel “Die ersten Zeitungen berichten über Grass Aktion” sind wirklich bedeutende Zeitungen aufgeführt …
Ruhig Blut Manuela, noch ein wenig Geduld und auch andere Zeitungen, die nicht unmittelbar im Umfeld der ksa anzusiedeln sind, werden darüber berichten.
Gerade deshalb ist dies die gelungenste, da öffentlichkeitswirksamste Aktion bisher.
In solcherlei Kerben muss man weiter dreinschlagen!!
Die “Süddeutsche” , das Blatt der fortschrittlichen Antijodler, scheint bei und nach der “Störung” der Lesung dabei gewesen zu sein. Der Artikel vergießt hier und da Häme und verteidigt reflexartig den vermeintlichen Angriff gegen die Lebensform der Egalität und die multikulturelle Gesellschaft. Ein Literaturnobelpreisträger mit 8 Kindern aus multiplen Beziehungen ist immer noch ein Vorbild. Wohl dem, der es sich leisten kann. Patchwork-Kinder sind arme Zeitgenossen, situationsbedingt egozentrisch und keine Bereicherung für die Gesellschaft.
31. August 2008 um 21:14
Toll! Weiter so…ich bin gespannt.
31. August 2008 um 21:25
Es hat den richtigen getroffen. In Bezug auf den Comic wäre jetzt von Weizsäcker als nächstes dran. Beide praktizieren seit Jahrzehnten eine “Vergangenheitsbewältigung” auf Kosten des deutschen Volkes.
31. August 2008 um 21:30
Herzlichen Glückwunsch! Weiter so! Grass hat es verdient. Er ist keine moralische Instanz, war es noch nie. Es ist richtig, ihn auf ein Normalmaß zurechtzustutzen. Er war letztlich immer nur Profiteur des Zeitgeistes, der ohne diesen niemals die Wahrnehmungsschwelle überschritten hätte.
31. August 2008 um 21:31
Sehr schön. Verbreitung der Pressemitteilung läuft.
31. August 2008 um 21:37
Zwei Worte zu dieser Aktion: Sehr gut!
31. August 2008 um 21:51
Man sollte es nie vergessen: Auch Grass “war dabei”!!!
Solche “Zeigefinger” haben im Jahre 2008 einfach ausgedient. Der Krieg ist 1945 beendet worden.
Schöne Aktion!
31. August 2008 um 22:04
Es mag auf den ersten Blick pathetisch wirken, an diesem “Zeigefinger” die noch kaum verwachsenen Narben des Sommers 2006 auszuleuchten.
In Betrachtung der Tragweite und der unwiedersprochenen Dreistigkeit, mit der Grass aber ein halbes Jahrhundert lang maßgeblich an der Schaffung des linkskonformistischen Klimas der heutigen Bundesrepublik mitzimmerte, lässt sich feststellen, dass diese Aktion die fehlende Legitimation vieler unausgesprochener gesellschaftlich-publizistischer Todesurteile im bundesdeutschen Literatur-, Kultur- und Politikbetrieb bloßstellt und durch eine weitere Unterstreichung sichtbarer und auffälliger macht.
Sie ist daher richtig.
31. August 2008 um 22:20
Nicht nur das:
Sie trifft diesen Scheinmoralisten unerwartet und zeigt ihm, daß er nicht alle an der Nase herumführen kann.
Es ist im übrigen bedauerlich, daß diejenigen Autoren, welche sich um Versöhnung der Generationen und das Herausstellen der Vielschichtigkeit der Biographien bemühten, zum größten Teil nicht mehr auf Erden weilen.
Beispielsweise der hervorragende Kurt Ziesel, der die pseudomoralische linksliberale Überheblichkeit, in deren Dunstkreis Grass dann auch stieß, bereits in den 50er (!) Jahren in seinen Büchern angegriffen hat und dafür auch manche Verleumdung hinnehmen mußte.
Aber es ist nun einmal Tatsache: viele der maßgeblichen Instanzen der Nachkriegszeit waren umerzogene NS-Mitläufer, wie bspw. Henri Nannen, die vor 1945 das geschrieben hatten, was dem Propagandaministerium gefiel, und nach 1945 dann schrieben, was den Besatzern, den Remigranten und anderen Leuchten des Fortschritts genehm war.
Das heißt: auf aufrechten Männern wie Kolbenheyer, Grimm, oder Ziesel selbst wurde wegen ihrer zeitweiligen - echten - Nähe zum Nationalsozialismus, die sie aber überwunden hatten, herumgehackt.
Grass ist dann wohl auch dahinein gerutscht.
Sowohl die umgebogenen NS-Mitläufer als auch Einige unter denen, die wie Grass verständlicherweise - und genau das ist es ja, was heute verschwiegen wird - nach Kriegsende vor den Trümmern ihres jungen Lebens standen, sind schließlich mitverantwortlich für die 68er-Revolte.
31. August 2008 um 23:08
Herrlich, einfach nur herrlich!
31. August 2008 um 23:28
Gut gemacht.
Das Grass-Poster ist sehr gut gelungen.
Die Geschichte mit Weizsäcker im Comic werden aber gewiss nur Eingeweihte verstehen. Die letzte Comic-Seite, wo noch mal “die Moral von der Geschicht” zusammengefasst wird, gefällt mir nicht. Wer auf die besagte Moral nicht von selbst gekommen ist, der wird sie sich auch von zwei Comic-Jugendlichen nicht sagen lassen.
31. August 2008 um 23:45
Ich denke, Rudolf, der Comic ist keine Aufklärungsschrift, sondern eine wirkliche fantasievolle Unterstützung der Aktion. Diejenigen, die im Publikum saßen (siehe zdf-Mitschnitt), werden die Geschichte mit Weizsäcker schon verstehen. Und die Jugendlichen auf der letzten Seite verdeutlichen nur nochmal Kubitscheks Wort, dass Grass keine moralische Instanz für die Enkelgeneration ist. -
Im Grunde genommen müsste Grass anhand des Comics sehen, dass sich die ksa mit ihm ehrlich auseinandersetzt, und - statt zu schweigen - hier das Gespräch suchen!
01. September 2008 um 09:57
Auch die auflagestärkste Schweizer gratis Zeitung “Pendlerzeitung” 20 Minuten schreibt über die Aktion.
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/30413495
01. September 2008 um 11:25
Thema “Realitätsverweigerer” und “Nebelkerzenprosa”: im Artikel “Die ersten Zeitungen berichten über Grass Aktion” sind wirklich bedeutende Zeitungen aufgeführt …
01. September 2008 um 12:29
Ruhig Blut Manuela, noch ein wenig Geduld und auch andere Zeitungen, die nicht unmittelbar im Umfeld der ksa anzusiedeln sind, werden darüber berichten.
Gerade deshalb ist dies die gelungenste, da öffentlichkeitswirksamste Aktion bisher.
In solcherlei Kerben muss man weiter dreinschlagen!!
Mit burschenschaftlichem Gruß
02. September 2008 um 12:10
Habe gerade im Café in der Hamburger MoPo von Euch gelesen, bin begeistert! So kommt man in aller Munde. Weiter so!
07. September 2008 um 17:27
Die “Süddeutsche” widmet Herrn Kubitschek einen umfänglichen Artikel:
http://www.sueddeutsche.de/,ra4m1/kultur/104/309045/text/
07. September 2008 um 22:25
Die “Süddeutsche” , das Blatt der fortschrittlichen Antijodler, scheint bei und nach der “Störung” der Lesung dabei gewesen zu sein. Der Artikel vergießt hier und da Häme und verteidigt reflexartig den vermeintlichen Angriff gegen die Lebensform der Egalität und die multikulturelle Gesellschaft. Ein Literaturnobelpreisträger mit 8 Kindern aus multiplen Beziehungen ist immer noch ein Vorbild. Wohl dem, der es sich leisten kann. Patchwork-Kinder sind arme Zeitgenossen, situationsbedingt egozentrisch und keine Bereicherung für die Gesellschaft.