Bilder zur Chemnitz-Aktion (14. Juni)
Samstag, 14. Juni 2008Ein Mitglied der ksa bei Krenz auf der Bühne

Rangeleien

Im Gespräch mit Passanten

Ein Mitglied der ksa bei Krenz auf der Bühne

Rangeleien

Im Gespräch mit Passanten

10.45 Uhr
Unsere Leute vor Ort haben den Vortrag von Egon Krenz unterbrochen, unter anderem, nachdem er die Niederschlagung des Freiheitskampfes vom 17. Juni 1953 als “friedenserhaltende Maßnahme” bezeichnete. Sie haben Flugblätter und Pressemitteilungen verteilt und Krenz durch Wortmeldungen herausgefordert.
Es kam zu Rangeleien, unsere Leute sind aus dem Saal gedrängt worden. Der Landtagsabgeordnete von Die Linke, Klaus Bartl (IM “Andreas Förster“), versucht derzeit, die Aktivisten der Konservativ-Subversiven Aktion festzuhalten und hat die Polizei gerufen.
Die Aktionen werden aber auf jeden Fall weitergehen.
10.00 Uhr
Konservativ-Subversive Aktion in Chemnitz
Protest gegen Krenz und Runkel
Aktion gegen DDR-Politiker und neuen linken Rechtsdezernenten. Forderung an die CDU: „Zusammenarbeit mit der Linkspartei sofort beenden.“
Chemnitz. - Fünfzehn Mitglieder der konservativ-subversiven aktion (ksa) protestieren heute gegen eine Podiumsdiskussion im „KleinKunstTheater – Fata Morgana“ mit Egon Krenz, die unter anderem von der Rosa-Luxemburg-Stiftung ausgerichtet wird. Außerdem wendet sich die ksa auf dem Chemnitzer Marktplatz gegen die Wahl von Miko Runkel zum Bürgermeister des Dezernats „Recht“.
Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, erinnert die ksa mit Flugblättern an die großen Massenverbrechen der Sozialisten. Mao Tse-tung, Lenin und Ho Tschi Min opferten Millionen Zivilisten. Das DDR-Regime hat über 1000 Mauertote zu verantworten und hat seine Bürger fast 40 Jahre im eigenen Land eingesperrt.
Der ehemalige DDR-Staatsratsvorsitzende Egon Krenz wurde 1999 zu sechseinhalb Jahren Haft aufgrund der Anordnung von Todesschüssen an der Berliner Mauer verurteilt. Felix Menzel, Organisator der Protestaktion, wirft den Veranstaltern der Diskussion mit Krenz mangelnde Abgrenzung vom geschehenen DDR-Unrecht vor. „Die Rosa-Luxemburg-Stiftung lädt Egon Krenz nicht ein, um mit ihm DDR-Unrecht aufzuarbeiten, sondern um die Verbrechen von damals zu relativieren. Dagegen müssen wir uns vor Ort wehren.“
Auch der neue Rechtsdezernent der Stadt Chemnitz, Miko Runkel, hat DDR-Unrecht verteidigt: 1989 arbeitete er bei der Staatsanwaltschaft des Kreises Karl-Marx-Stadt. Seiner Wahl am 11. Juni 2008 vorausgegangen waren Absprachen zwischen CDU und Linkspartei. Unmittelbar nach der Wahl trat Christoph Paus aus der CDU-Fraktion aus und strebt nun Parteiausschlußverfahren gegen die Fraktionsspitze an.
„Wir fordern die CDU auf, die Zusammenarbeit im Stadtrat mit der radikalen Linkspartei sofort zu beenden“, sagt Menzel. Auch die CDU-Landtagsabgeordneten Gesine Matthes und Peter Patt äußerten sich entsetzt über die Wahl Runkels mit CDU-Stimmen.
ViSdP: Götz Kubitschek
Tel.: 0178/6059639